Asus EeePad Transformer TF101 25,7 cm (10,1 Zoll) Tablet-PC (NVIDIA Tegra 2, 1Ghz, GPS, 1GB RAM, 32GB eMMC, Android 3.0)

$ 41.80

Ich habe bisher nur Smartphones mit Android-Betriebssystem (1.6 bis 2.3.7) verwendet und war gespannt auf die ersten Schritte mit einem Android-Tablet.Mit der ersten Lieferung hatte ich leider kein Glück, da die Verarbeitung leider nicht meinen Erwartungen entsprach: zwischen Display und Metallrahmenwaren ungleichmäßige Spaltmaße zu erkennen, die zudem noch mit großen Kleberesten versehen waren. das größte Manko war allerdings ein mehrere Milimetergroße „Fleck“ zwischen Displayscheibe und dem eigentlichen Panel, nicht wegwischbar und bei dunklen Hintergründen extrem störend.Dank des großartigen Amazon-Supports wurde mir jedoch nach einem kostenfreien Telefonat direkt ein neues Gerät zugeschickt, das am nächsten Tag bei mireintraf. Das alte Gerät kann ich „entspannt“ in den kommenden Tagen zurücksenden: kulant, schnell und kundenorientiert!Das neue Gerät entspricht dann auch meinem Verständnis von Verarbeitungsqualität: kleine Spaltmaße, einwandfreies Display und eine angenehme Haptik. DieHaptik kommt zwar nicht an das iPad heran, wirkt durch den Metallrahmen und die strukturierte Kunststoff-Rückseite aber doch edel.Ich habe ein Gerät der Baureihe B50 erwischt, dieses lässt sich gemäß Forenaussagen leicht „rooten“. Da es hier aber um die Erfahrungen „out-of-the-box“geht, also ohne Bootloader umgehen, wipen, flashen, Roms laden etc., beschreibe ich den reinen „Auslieferungszustand“.Display:——–Es handelt sich um ein IPS-Panel (wie im iPad), das kräftige Farben und große Blickwinkel garantiert. Auch hochkant bleiben die Farben stabil, sindstets kräftig und kontrastreich. Ein leichtes Clouding ist zwar erkennbar, aber wer schaut sich schon den ganzen Tag ein eingeschaltetes Pad mitpechschwarzem Hintergrund an ;-)Prozessor, Grafik und RAM:————————–Es handelt sich um eine SoC-Lösung von nVidia, genauer gesagt der Tegra-2-Plattform. Sie ist ausreichend schnell, um FullHD-Material ohne Ruckelnabzuspielen, Spiele ruckelfrei wiederzugeben und ein angenehmes Arbeitstempo zu vermitteln. Der Dual-Core mit je 1 GHz ist ausreichend schnell in allenLebenslagen. Der Arbeitsspeicher beträgt 1 GB, davon zweigt sich das Android-System einige hundert MB ab, Prozesse nach dem Start belegen ebenfallspermanent RAM. So kommt es, dass statt „1024 MB“ bei Arbeitsspeicher nur „589 MB“ angezeigt werden. Davon sind wiederum meist zwischen 400 und 500 MBfrei zur Verfügung.Soll man einen Taskmanager verwenden, um mehr Arbeitsspeicher freizuschaufeln?——————————————————————————NEIN! Linux ist instelligent genug, relevante Dateien in den RAM zu laden, damit der Start schneller durchgeführt werden kann. Dateien hängen wiederumvon anderen Dateien und Prozessen ab, sodass ein „unvorhergesehenes“ Beenden durch einen Taskkiller für Instabilitäten und Geschwindigkeitseinbußensorgen kann. Je voller der RAM ist, desto schneller arbeitet auch das System… eine Tatsache, an die man sich vor allem als Windows-User gewöhnen muss;-) Geht doch einmal der RAM aus, sorgt Linux selber für freien Platz. Oder kommt man beim iPad auch auf die Idee, den freien RAM durch Tools zuanalysieren und mit Taskkillern ein paar MB freizuschaufeln? Kleiner Hinweis: Android und iOS basieren im Grunde auf einem sehr ähnlichenProgrammgerüst… Unix.Android 3.x Updates:——————–Nach dem Einrichten und Anmelden stellte ich fest, dass Android in der Version 3.0.1 installiert war, also völlig veraltet. Der ASUS-Updater zeigte miraber an, dass es keine aktuellere Version gibt. Nachdem ich von der deutschen ASUS-Seite dann die aktuelle Firmware geladen und auf eine Micro-SD-Kartekopiert hatte, wurde dieses auch erkannt und installiert. Und siehe da: Version 3.2.1 ist installiert und mir wurde sogar ein weiteres Update über W-LANangeboten, das allerdings nur ASUS-spezifische Dinge korrigiert und bspw. ein „Schreibprogramm“ und ein „Backup-Tool“ mitliefert.Android 3.x allgemein:———————-Das System arbeitet schnell und unkompliziert, es gibt tausende von kostenlosen Widgets und Apps zum Ergänzen und Erweitern. Abstürze habe ich keinefestgestellt, alles funktioniert und ist relativ logisch aufgebaut. Ich vermisse allerdings noch eine leicht zu verwaltende „Ordner-Erstell-Möglichkeit“für mehr Übersicht und eine Möglichkeit, die Statusleiste auszublenden. Über Umwege findet man dann auch heraus, wie man eigene Hintergrundbilderanpassen und einbinden kann, alles mit Android selber. Die Bilder sollten allerdings eine Auflösung von mindestens 1900 x 1200 haben, damit es auch nachder Bearbeitung noch ausreichend scharf bleibt.Musik:——ASUS liefert keine Kopfhörer mit, eigene Kopfhörer funktionieren jedoch tadellos und liefern einen angemessenen Klang. Wem der mitgelieferte Media-Player nicht zusagt, installiert sich auf dem Market eine Alternative.Gaming:——-Spiele laufen wunderbar flüssig und lassen sich dank Android 3.2 auch auf Vollbild strecken, wenn Bedarf da ist. Man sollte jedoch den Market-Empfehlungen für Tablet-Anwendungen folgen bzw. die Tegra-App von nVidia selber beherzigen. Ein absoluter Anspieltipp ist „Shadowgun“. Dabei handelt essich um einen 3rd-Person-Shooter (wie Gears Of War), mit super Grafik, super Gameplay und einer Menge Langzeitmotivation. Kosten: 3,99 € bei ca. 300 MBGröße.Hinweis: Wer Probleme mit ruckelnden, hochauflösenden Videos hat, sollte sich im Market mit dem „MX Player“ samt Plugin versorgen, damit funktioniertalles reibungslos.Apps aus dem Market kaufen:—————————Ein leidiges Thema und ein Grund, neidisch auf Apple-User zu blicken. Dort kann man bspw. einfach eine iTunes-Karte im Laden kaufen, sein Kontonachladen und dann Apps kaufen. Bei Android funktioniert dies nur mit Kreditkarte (und bei 3G-Modellen über die Mobilfunkrechnung). Interessierteschauen sich daher vielleicht nach Prepaid-Kreditkarten um, die gibt es sogar von der eigenen Sparkasse. Die Kosten der Apps belaufen sich im Rahmen0,10 € bis selten über 10 €, je nach Umfang.Akkulaufzeit:————-Der 6600-mAh-Akku soll knapp 10 Stunden halten und ich muss positiv feststellen, dass er bei mir nach der Erstladung auf gut 7 Stunden kam (W-LAN fastdauerhaft an, viele Apps geladen, viel installiert und Spiele getestet, Display auf mittlere Helligkeit und GPS/Bluetooth aus). Die Laufzeit wird mitden folgenden Ladevorgängen wohl noch angemessen ansteigen und den ASUS-Wert erreichen.iPad oder Android?——————Eine Frage, die weniger von technischen Spezifikationen, Benchmarks und Objektivität geprägt ist, sondern vom „Glauben“ und der persönlichenEinstellung. Leute, die ihr Gerät einfach verwenden möchten, unkomplizierten Zugriff auf hundertausende Apps haben wollen und die nicht jeden Centumdrehen, werden mit dem iPad sehr glücklich werden. Leute, die sich für leistungsstarte Hardware zu „kleineren Preisen“ entscheiden, die auch malexperimentierfreudig sind und keine Angst haben, im Internet bestimmte Fragen zu recherchieren und die volle Kontrolle über ihr System wünschen, diekönnen getrost zu einem Android-Tablet greifen.Ich bin jedenfalls zufrieden und tausche den kleinen Transformer nicht um ��